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Weisser Adler

Der Weisse Adler am Steiner Rathausplatz war im Gegensatz zur Oberen Stube nie ein Gesellschaftshaus. Die Zunft zum Kleeblatt hat das 800 Jahre alte Bürgerhaus 1977 gekauft und 2016 bis 2018 in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege saniert und restauriert. Die Fassadenmalereien aus der Renaissance und der im Inneren ablesbare Epochenverbund machen das Gebäude zu einem Bau- und Kunstdenkmal erster Güte. Ein Teil des Hauses ist im Rahmen von Führungen öffentlich zugänglich. Mit der gemischten Nutzung durch den Hofladen im Parterre, die kulturellen Veranstaltungen, Führungen und Zunftanlässe im ersten Stock, die Wohnung im zweiten und dritten Stock und die Weingestelle der Freundinnen und Freunde des Weissen Adlers im Keller leistet die Zunft einen gezielten Beitrag zur Belebung der Altstadt von Stein am Rhein.
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Architektonisch erfuhr das Haus eine Rückführung auf seine Gebäudestruktur. Hofseitige Anbauten sowie Einbauten aus dem 20. Jahrhundert wurden entfernt, gotische und barocke Raumhüllen mit ihren Oberflächen restauriert. Ergänzende Einbauten der Hauptgeschosse erhielten eine zurückhaltende Formensprache und erfüllen die funktionalen und modernen Komfortbedürfnisse von Besucherinnen und Bewohnern. Dank dem Fernwärmeverbund konnte das Kellergschoss weitestgehend von Haustechnik befreit werden. Heute besticht der Raum in seiner archaischen Nüchternheit mit datierten Bauteilen aus dem 11. Jahrhundert.​​​​​​​
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Literatur

Kunst und Handel: ein neuer Blick auf die Fassadenmalereien am Haus Zum Weissen Adler in Stein am Rhein (Zeitschrift für schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte):​​​​​​​​​​​​​​
Datei

Wiedereröffnung des sanierten Weissen Adlers; Bericht im Steiner Anzeiger vom 2. Mai 2018

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